Mit Nachhilfe zum Spitzenabitur

In Zeiten, in denen der Leistungsdruck immer größer wird und der Anspruch an Bildung zunehmend steigt, ist Nachhilfe oft die einzige Rettung. Wo und in welcher Form Sie das Angebot am besten wahrnehmen, erfahren Sie hier.

Nachhilfe – Sinnvoll oder nicht?

Zunächst einmal gilt: „Nobody is Perfect“. Viele haben in ihrem Leben einmal eine Klausur oder Prüfung in den Sand gesetzt. Dauerhaft schlechte Noten in Mathe, Englisch und Co. müssen jedoch nicht einfach hingenommen werden. Je früher Sie etwas gegen fachliche Schwächen unternehmen, desto besser – egal über welchen Weg Sie ihr Abitur nachholen. Schämen brauchen Sie sich schon gar nicht – Nachhilfe wird viel öfter in Anspruch genommen, als Sie glauben.

Bevor man sich für die Option Nachhilfe entscheidet, sollte jedoch Rücksprache mit dem zuständigen Fachlehrer gehalten werden. Er kennt Sie und Ihre Leistungen und wird Ihnen sagen können, wo Ihre individuellen Defizite liegen. Nach dem Gespräch können Sie sich gezielt auf die Suche nach dem passenden Nachhilfeunterricht machen.

Primäres Ziel ist nicht nur die Verbesserung der Leistungen bzw. der Noten, sondern auch das Vertrauen in die eigenen Leistungen wiederzugewinnen. Zudem sollten Sie dazu angelernt werden, sich selbst zu helfen und Aufgaben eigenständig erarbeiten zu können.

Gründe für Lernprobleme

Die Gründe, Nachhilfe in Anspruch zu nehmen, sind vielfältig und individuell:

  • Der Wechsel auf eine höhere Schule
  • Lernschwächen
  • Prüfungs- und Versagensängste
  • Erhebliche Defizite, die mit Hilfe des einfachen Schulunterrichts nicht mehr auszugleichen sind.
  • Die Beeinträchtigung der Aufnahmefähigkeit aufgrund sozialer Probleme (Familie, Mobbing, Krankheit, Tod, Scheidung etc.)
  • Schwerwiegende/belastende Umstände (häufiger Lehrerwechsel, Unterrichtsausfall, zu volle Klassen usw.)
  • Lange, krankheitsbedingte Unterrichtsausfälle

Formen der Nachhilfe

Das Angebot an Nachhilfe ist groß und reichlich. Von gewerblicher bis hin zu privater Nachhilfe. Welche Form die Richtige ist, können nur Sie selbst bestimmen.

Grundsätzlich gilt: Wer in angenehmer Atmosphäre lernt und mit seinem Betreuer oder Lehrer gut zu Recht kommt, wird eher Erfolge erzielen, als ein unzufriedener Schüler. Gleiches gilt auch für Gruppenkurse.

Um Ihnen durch den Nachhilfe-Dschungel zu helfen, haben wir die populärsten Nachhilfeformen im Folgenden für Sie zusammengestellt und erläutert.

Einzelnachhilfe vs. Gruppennachhilfe

Diese Frage ist nicht zuletzt eine Frage des Geldes. Einzelstunden sind in der Regel teurer als das Lernen in einer Gruppe, da dort das Geld durch die Anzahl aller Mitglieder geteilt wird. Je mehr desto besser also? Nicht zwangsläufig. Eine hohe Anzahl an Schülern senkt oftmals die Konzentration innerhalb der Gruppe. Zudem kann sich der Nachhilfelehrer nicht intensiv mit jedem Schüler auseinandersetzten. Sprengt die Gruppe den Rahmen von 10 Schülern, kann die Qualität des Lernens darunter leiden.

Auf der anderen Seite vermittelt die Gruppennachhilfe das Gefühl einer Arbeitsgemeinschaft. Hier können die Schüler nicht nur von ihrem Lehrer, sondern auch voneinander und miteinander lernen.

Gerade bei gravierenden Lernproblemen empfiehlt sich jedoch der Einzelunterricht. Hier können konkrete Lernziele besser erarbeitet und der Unterricht individuell auf den Schüler ausgerichtet werden. Zudem können die Unterrichtstermine oft individuell und teilweise kurzfristig geplant werden.

Nachhilfe zu Hause

Diese Form der Nachhilfe birgt viele Vorteile. Der Lehrer kommt zu Ihnen nach Hause und Sie haben die Möglichkeit, im vertrauten Umfeld lernen zu können. Diese Form der (Einzel-)Nachhilfe funktioniert meist nur bei der privaten Nachhilfe, jedoch gibt es auch Institute, die diesen Service anbieten. Hier werden meist noch zusätzliche Fahrtkosten berechnet.

Sie sollten bei der Nachhilfe zu Hause für einen ungestörten, ordentlichen und ruhigen Arbeitsplatz sorgen, bei dem Sie und der Lehrer nicht durch die Familie o.ä. unnötig abgelenkt werden. Nur so können Sie effektiv arbeiten.

Sie haben durch diese Form der Nachhilfe einige Vorteile: Sie sparen sich zunächst den Fahrtweg zum Institut. Den Zeitverlust können Sie gut in den Lernstoff investieren. Außerdem haben Sie den Heimvorteil: Sie arbeiten mit dem Lehrer in gewohnter Atmosphäre, was zur Vertrauensbildung zwischen Ihnen und dem Lehrer beitragen kann.

Wer bietet Nachhilfe an?

Das richtige Nachhilfeinstitut

Es gibt unzählige Institute, die Nachhilfe zur Abiturvorbereitung anbieten. Jedoch arbeiten nicht alle auf gleichem Niveau, zumal es noch kein Gütesiegel oder ähnliche Zertifikate gibt, die qualifizierte Institute ausweisen. Folgende Kriterien sollten Sie jedoch bei der Wahl des Instituts beachten:

  • Kann man kostenlosen Probeunterricht nehmen? Dies dient dazu, den Nachhilfelehrer und die Arbeitsweisen kennenzulernen.
  • Wie sehen evtl. Vertragsbedingungen aus?
  • Wie lang muss man sich binden und wie lang ist die Kündigungsfrist?

Nachhilfe-Institute

Private Nachhilfe selbst organisieren

Alternativ zu gewerblichen Nachhilfeinstituten können Sie sich selbst um einen Nachhilfelehrer kümmern. Diese Art der Nachhilfe ist die beliebteste. Infrage kommen hier andere Schüler, Studenten oder aber private Nachhilfelehrer. Der Vorteil: Sie können oft die Preise individuell aushandeln (oft zwischen 8 bis zu 50 Euro pro Stunde) und sind zeit- und ortsflexibel. Zudem haben Sie eine intensivere Betreuung durch den Einzelunterricht, als es in einem Institut der Fall wäre.

Es gibt viele Wege, den richtigen Nachhilfelehrer zu finden. Entweder geben Sie ein Gesuch in einer Tageszeitung auf oder Sie durchsuchen die entsprechenden Anzeigen nach dem richtigen Angebot. Weiterhin haben sich einige Online-Portale wie z. B. NachhilfeNET.de etabliert, die Sie nach entsprechenden Angeboten durchforsten können. Nicht zuletzt können sie entsprechende Gesuche auch an öffentlichen Plätzen wie Mensen, Bibliotheken usw. aushängen.

Gezielte Abiturvorbereitung

Schüler der Oberstufe bilden den Großteil aller Nachhilfeschüler, obwohl die Nachhilfe immer früher in Anspruch genommen wird. Gerade die Zeit vor dem Abitur nutzten viele Schüler noch einmal zur gezielten Verbesserung ihrer Leistungen in den Abiturfächern. Es gibt Institutionen, die sogenannte Kompaktkurse anbieten, in denen der für die Abiturprüfungen relevante Lernstoff aufgearbeitet und vertieft wird.

Neben den Fähigkeiten und Leistungen der Schüler wird vor allem die Selbstsicherheit verbessert. Dies senkt die Nervosität und Angst vor und während der Prüfung.

Eine Alternative zu einer organisierten Lernhilfe in der Schule oder privat als Vorbereitung auf das Abitur sind Lerngruppen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Schüler aus einem Kurs mindestens jedoch einer Stufe sind. Andernfalls könnten Unterschiede bezüglich des Lernstoffs für Verwirrung sorgen. Optimal ist eine Anzahl von 2 bis maximal 5 Schülern pro Gruppe.

Nachhilfe in der Schule

Viele Schulen bieten ein Förderangebot außerhalb des regulären Schulunterrichts an. Besonders weiterführende Schulen, deren Schüler das Abitur auf dem 2. Bildungsweg absolvieren, bieten zusätzliche Unterstützung und Förderung in den Kernfächern an. Hier können die im Unterricht auftretenden Schwierigkeiten gezielt aufgearbeitet und die Leistungen verbessert werden. Die Nachhilfe in der Schule ist in der Regel kostenlos.

Kosten

Grundsätzlich gilt: Das Teuerste muss nicht zwangläufig das Beste sein. Man sollte jedoch mit den folgenden Richtwerten rechen.

Die Kosten für Einzelstunden belaufen sich auf:

  • ab 8 – 16 Euro pro Stunde oder 45Min. für private Lernhilfe, je nach Qualifikation des Lehrers kann es auch deutlich teuerer werden
  • Nachhilfeinstitute: abhängig von Anbieter und Leistungen

Die Kosten für Gruppennachhilfen betragen in der Regel pro Person:

  • Ab 2,50 bis 3,50 Euro pro 45 Min. für private und organisierte Nachhilfe
  • 6 – 12 Euro pro 45 Min. in einem Institut

Beliebte Fernschulen

Bei folgenden Fernschulen können Sie das Abitur im Fernstudium nachholen. Abhängig von Ihrem Schulabschluss und Ihren Vorkenntnissen können Sie zwischen verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten wählen.